Heiß war es. Sehr heiß sogar. Aber das hielt erfreulich viele Gäste nicht davon ab, am Mittsommerfest des Bündnisses für Demokratie und Menschenrechte auf dem Lège-Cap-Ferret-Platz vorbeizuschauen.
Bei Musik, Tanzvorführungen, kulinarischen Angeboten und vielen Aktionen Sandhäuser Vereine entstand eine wunderbar lebendige, offene und vielfältige Atmosphäre. Und mittendrin: die Sandhäuser Bühne.
Wir hatten uns für unseren Beitrag etwas Besonderes überlegt. Statt einer klassischen Aufführung gab es einen kleinen Flashmob. Ohne große Ankündigung wurde das Publikum plötzlich Teil einer „Mitgliederversammlung“ unseres Vereins. Sissi stand als Vorsitzende auf beziehungsweise vor der Bühne, während die übrigen Mitwirkenden scheinbar ganz zufällig aus dem Publikum heraus eingriffen.
Unter dem Titel „Geschäftsordnungsfrage zur Demokratie“ entwickelte sich eine augenzwinkernde Diskussion über Demokratie, Vielfalt, Zuhören, Missverständnisse und den manchmal etwas komplizierten Umgang miteinander. Dabei wurde eifrig unterbrochen, beantragt, protokolliert und widersprochen – ganz so, wie es sich für eine besonders lebhafte Sitzung gehört.
Zwischen Humor und Übertreibung steckte aber auch eine klare Botschaft: Demokratie ist nicht immer bequem. Sie braucht Geduld, Respekt, Widerspruch und die Bereitschaft, andere Perspektiven auszuhalten. Oder, wie es in unserem Flashmob hieß: Streit ist kein Problem. Schweigen dagegen schon.
Für uns war es eine große Freude, Teil dieses schönen Festes zu sein. Vielen Dank an das Bündnis für Demokratie und Menschenrechte Sandhausen für die Organisation und an alle Gäste, die sich auf unsere spontane „Mitgliederversammlung“ eingelassen haben.
Die Sandhäuser Bühne sagt: Demokratie darf lebendig sein und manchmal darf sie sogar ziemlich komisch werden.

